Trauung

„Es ist nicht gut dass der Mensch allein sei. Darum wird ein Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird seiner Frau anhängen und sie werden ein Fleisch sein“, heißt es im Alten Testament (1.Mose 2,24). Und das Urteil, das Gott zu diesem Zusammensein von Mann und Frau spricht, lautet: „Und siehe, es war sehr gut“.

Obwohl die Ehe nicht durch Jesus eingesetzt wurde, sondern schon Gottes Schöpfungsordnung begründet ist, werden Christen das Verlangen haben, ihre Ehe nicht nur vor einer staatlichen Behörde, sondern vor Gott zu schließen. Dies geschieht im Traugottesdienst. Das Brautpaar hört in ihm die Bibelstellen, welche die Ehe begründen, versprechen, ihre Ehe nach Gottes Gebot und Verheißung zu führen und empfangen den Segen Gottes, der ihnen die Kraft und Freude zur lebenslangen Treue geben soll. Meist wird die beginnende Ehe unter einem vom Brautpaar ausgewählten Bibelspruch gestellt. Das Versprechen, einander treu zu bleiben, „bis der Tod euch scheide“, hat in einer Welt der Beziehungskrisen eine besondere Bedeutung. Der Trauung geht ein Gespräch des Brautpaares mit dem Pfarrer voraus.

Mehr Informationen zum Thema stellt auch die Ev. Landeskirche auf ihrer Homepage bereit.

Schöne Trausprüche finden Sie auf der Seite http://www.trauspruch.de/step1.php

 

Checkliste für eine Trauung:

Sprechen Sie rechtzeitig den Termin mit dem Pfarramt ab.

Vor der Trauung findet ein Traugespräch mit dem Pfarrer statt.
Das Trauanmeldungsformular im Pfarramt abholen und ausfüllen, hierzu Taufurkunde von Braut und Bräutigam mitbringen, evl. vorhandene Heiratsurkunde(n) aus vorherigen Ehe(n) + Scheidungsurkunde(n) sowie ggf. die Geburtsurkunde der Kinder (bei Scheidungspartnern ist zustäzlich eine Zustimmung durch den Dekan notwendig, den Antrag hierzu stellte der Pfarrer nach dem Traugespräch).
Die Standesamtliche Bescheinigung der Trauung spätestens zum Traugottesdienst vorlegen.
Sofern ein oder beide Partner einer anderen ev. Kirchengemeinde angehört, als der, in welche der Traugottesdienst durchgeführt werden soll, wird eine Zession (= Zustimmung) des Pfarramtes benötigt.
Der Trauspruch kann aber muss nicht von Ihnen selbst ausgesucht werden.
Bei der Auswahl der Lieder sowie den Ablaut des Gottesdienstes (z.B. Posaunenchor, Sologesang, Fürbittgebete etc.) dürfen Sie gerne ihre Wünsche äußern.
Den Blumenschmuck dürfen Sie selbst wählen, auch die Wahl der Kirche steht Ihnen frei.
Vor dem Traugottesdienst mit der Mesnerin Kontakt aufnehmen bzgl. Blumenschmuck etc.

Ebenfalls gilt das Stammbuch nach der Trauung zum Eintragen abgeben.

Die Kosten bei einer Trauung betragen derzeit (Stand 01. März 2014):
Pfarramtliche Gebühr 35 Euro, Mesnerin 25 Euro, Organist 30 Euro.

 

Braut und Bräutigam sind nicht Mitglied der evangelischen Kirche. Kann dennoch eine kirchliche Trauung stattfinden?
Nein, das ist nicht möglich. Wenn der Wunsch nach einer kirchlichen Trauung Grund ist, über den Eintritt oder Wiedereintritt in die evangelische Kirche nachzudenken, finden Sie unter http://www.evangelisch.info weitere Informationen

Nur ein Partner ist in der Kirche. Kann dennoch eine kirchliche Trauung stattfinden?
In der Regel setzt eine evangelische Trauung die Kirchenmitgliedschaft beider Ehepartner voraus. Gehört einer der Ehepartner der evangelischen, der andere Ehepartner einer anderen christlichen Kirche an, kann an der evangelischen Trauung auch ein Geistlicher oder eine Geistliche der anderen Konfession beteiligt werden.
Ist einer der beiden nicht in der Kirche, so gibt es verschiedene Regelungen. Um eine konkrete Vorstellung zu bekommen, fragen Sie bitte im Pfarramt an.

Kann man einen Gottesdienst anlässlich einer Jubelhochzeit feiern?
Ja, es gibt kirchliche Formen, um ein solches Fest zu feiern. Das kann eine schöne und würdige Möglichkeit sein, an Ihre kirchliche Trauung zu erinnern. Fragen Sie im Pfarramt nach.

Gibt es eine ökumenische Trauung?
Eigentlich nicht. aber wenn ein Partner evangelisch, und der andere katholisch ist, kann entweder ein evangelischer Gottesdienst mit Beteiligung eines katholischen Priesters oder ein katholischer Gottesdienst mit Beteiligung eines evangelischen Pfarrers bzw. einer Pfarrerin gefeiert werden. Umgangssprachlich wird dies „ökumenisch“ genannt.